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Wissensdatenbank
7 häufige Pressfehler
Eine undichte Pressverbindung ist fast nie die Schuld der Maschine oder der Backe. Es sind immer dieselben sieben Fehler. Wer sie kennt, presst auf Anhieb richtig.
Die sieben Fehler
- Das falsche Profil pressenEinen TH-Fitting mit einer U-Backe zu pressen scheint zu klappen, aber die Verformung stimmt nicht und die Verbindung versagt früher oder später. Das richtige Profil steht immer auf dem Fitting selbst. Im Zweifel: Profil-Ratgeber.
- Nicht entgraten oder kalibrierenDer Grat schneidet den O-Ring kaputt, die Undichtigkeit zeigt sich erst Monate später. So machen Sie es richtig.
- Einstecktiefe nicht markierenOhne Markierung sehen Sie nicht, dass das Rohr beim Pressen zurückgerutscht ist. Halbe Einstecktiefe bedeutet halbe Verbindung.
- Die Backe nicht rechtwinklig zum FittingSchief pressen ergibt eine unvollständige Kontur. Setzen Sie die Backe gerade über den Wulst des Fittings und lassen Sie die Maschine die Arbeit machen.
- Den Presszyklus unterbrechenMaschine zu früh losgelassen oder Akku auf halbem Weg leer: Der Fitting sieht gepresst aus, ist es aber nicht vollständig. Eine unterbrochene Verpressung wird nicht fortgesetzt: Fitting heraustrennen und einen neuen verpressen. So schreibt es auch Viega in der Zulassung für Profipress G vor.
- Falsche EinsatzgrößeEin 16-mm-Fitting in einem 20-mm-Einsatz presst nicht dicht. Profil und Größe müssen stimmen, zum Beispiel TH16 für einen Fitting mit dem Aufdruck TH 16.
- Einen Fitting wiederverwenden oder nachschiebenEinmal gepresst ist endgültig. Einen gepressten Fitting abziehen, verdrehen oder an anderer Stelle erneut pressen macht ihn undicht. Fehler gemacht? Heraussägen, neuer Fitting.
Was kein Fehler ist: die kleine Rippe, die eine zweiteilige Universalbacke im Fitting hinterlässt. Das ist rein kosmetisch, die Abdichtung sitzt innen am O-Ring. Solange die Maschine ihren Zyklus ohne Fehlermeldung beendet, ist die Verbindung gut.